In einer Welt, in der Stifte auf Tischen rollen, in Schubladen verschwinden und auf dem Boden landen, habe ich eine Stifthalterung gebaut.
Für ein Glasboard.
Aus massiver Eiche.
Man könnte fragen: Wer braucht das?
Ich antworte: Jeder, der eine Idee nicht durch Suchen unterbrechen will.
Das Problem, das niemand als Problem sieht
Ein Glasboard ist eine gläserne Leinwand für Gedanken. Doch die Stifte, die diese Gedanken festhalten sollen, liegen daneben. Lose. Ungeordnet. Bittstellend.
Jeder Griff weg vom Board ist ein Ruck im Gedankenfluss. Jedes Suchen ein Stolperstein für die Inspiration.
Die Lösung war nicht Magnet. Nicht Plastik. Nicht Standard.
Die Lösung war Eiche.

Die Lösung: Eine Hand voll Holz, die dem Denken dient
Ich habe eine Halterung gebaut, die so schwer ist, dass sie nicht rutscht. So geformt, dass sie die Stifte präsentiert, nicht versteckt. Und so behandelt, dass sie sich anfühlt wie das, was sie ist: ein Werkzeug für wichtigere Dinge.
Sie ist nicht aufdringlich. Sie ist dienend.
Sie sagt nicht „Schau her!“. Sie sagt „Dein Stift ist hier, deine Idee kann weiterfließen.“

Die handwerkliche Pointe: Die unsichtbare Präzision
Die Herausforderung war die Unsichtbarkeit. Die Halterung sollte das Glasboard nicht dominieren, sondern ergänzen.
Jede Fuge ist so präzise, als würde sie ein Möbel zusammenhalten. Denn das tut sie ja auch: Sie hält den Moment des Einfalls zusammen.

Warum es nicht um eine Stifthalterung geht
Es geht um den Respekt vor dem Prozess. Vor dem ungestörten Gedanken. Vor der Würde des Augenblicks, in dem aus einem Impuls eine Skizze wird.
Diese Halterung ist ein physisches Manifest meiner Überzeugung: Auch das Kleinteilige, das scheinbar Nebensächliche, verdient Hingabe. Weil es den Unterschied macht zwischen einem funktionierenden und einem
fließenden Arbeitsplatz.
Wenn dein Glasboard noch auf seine stille Dienerin wartet – ich weiß, wie man sie baut.



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