Die Münze, die mich an meine eigene Philosophie erinnert

Allgemein

In meiner Hosentasche trage ich eine kleine Münze. Sie ist hergestellt aus Bongossi, kombiniert mit Buchenholz. Auf der einen Seite prangt mein Logo. Auf der anderen steht meine Philosophie: Wabi-Sabi.

Sie ist mein Kompass, nicht mein Talisman

Ich nehme sie vor jedem Termin in die Hand. Sie erinnert mich nicht daran, perfekt zu sein. Sondern daran, mutig zu sein.
Mutig genug, die Schönheit im Unperfekten zu sehen. Mutig genug, einer Maserung zu folgen, anstatt sie zu korrigieren. Mutig genug, einem Kunden zu sagen: „Genau das Loch da? Das bleibt. Es hat Geschichte.“

So wird aus Ding was Persönliches, etwas das Charakter hat.

Warum Bongossi und Buche?

Bongossi, auch genannt „Eisenholz“, steht für das, was Bestand hat. Für Langlebigkeit und Wahrhaftigkeit. Buche ist weicher, trägt mehr Wärme in sich, nimmt leichter auf. Sie steht für die Eleganz der Vergänglichkeit.

Beides in einem Stück vereint – das ist die Essenz meines Schaffens. Die Verbindung von Stärke und Sanftmut. Von Ewigkeit und Moment.

Wabi-Sabi ist eine Haltung, eine Art, Dinge zu sehen

Es ist die Einsicht, dass Perfektion eine Illusion ist. Dass die Patina, der leichte Riss, die Asymmetrie nicht Makel sind, sondern Würde.

Diese Münze ist mein physisches Manifest. Sie fordert mich auf: „Hör auf, gegen das Unvollkommene zu kämpfen. Beginn, mit ihm zu tanzen.“

Sie wirkt wie ein Ausgleich zur modernen Besessenheit von makellosen Oberflächen. Und sie ist die letzte Instanz, bevor ich ein Stück aus meiner Werkstatt entlasse.

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