Der unmögliche Wunsch
Manchmal klopft die Leidenschaft eines anderen Menschen an deine Werkstatttür. So geschah es mit einem Auftrag, der sofort zu mir sprach: Ein beleuchteter Bilderrahmen aus Vollholz für einen Lakers-Fan. Gewidmet Kobe Bryant. Und er sollte lila sein.
Zwei Dinge waren auf dem Markt nicht zu finden: ein beleuchteter Bilderrahmen in Echtholz-Qualität und überhaupt Echtholz in Lakers-Lila. Also kam die Aufgabe zu mir. Und das war der beste Beweis für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde.
Die handwerkliche Alchemie
Die Herausforderung war eine dreifache: Die Form (ein eleganter, beleuchteter Rahmen), die Farbe (das ikonische Lila) und die Emotion (eine Hommage an eine Legende).
Die Form:
Ein Rahmen aus massiver Eiche, gefast und geleimt, mit einer präzisen Nut für die Glasplatte. Doch das Herzstück wurde die unsichtbare Integration einer LED-Leiste, die das Bild von der Seite in ein sanftes, würdevolles Licht taucht.
Die Farbe:
Wie färbt man die Seele eines Eichenholzes in Lakers-Lila, ohne sie zu ersticken? Die Lösung war eine Alchemie aus Öl und Pigment. Durch unzählige Versuche entstand ein transparentes Lilaton-Öl, das die lebendige Maserung der Eiche nicht überdeckte, sondern durchleuchten ließ. Das Holz atmet weiter, aber es trägt nun die Farben seiner Berufung. Zugegeben, das Lakers-Lila zu erwischen ist schon sehr schwer, aber ich bin so nahe gekommen wie es mir möglich war.
Die Emotion:
Jeder Handgriff war von dem Gedanken getragen, was dieser Rahmen bedeuten soll: Eine bleibende Erinnerung. Ein Stück Verehrung, das so langlebig ist wie das Holz, aus dem es gefertigt ist.
Das Vermächtnis
Dieser Rahmen ist mehr als nur ein Objekt. Er ist die materielle Antwort auf eine emotionale Herausforderung. Er beweist, dass es keine ‚unmöglichen‘ Wünsche gibt, sondern nur noch nicht gefundene handwerkliche Lösungen.
Am Ende hielt der Kunde einen Bilderrahmen in Händen, der nicht nur ein Bild illuminiert. Er strahlt für eine Leidenschaft, für eine Legende und für die Überzeugung, dass wahre Maßanfertigung dort beginnt, wo die Regeln der Massenware enden.



